Panorama

Das BORS-Projekt an der Geschwister-Scholl-Realschule Pfinztal

Die Berufsorientierung an der Realschule (BORS) ist ein Themenorientiertes Projekt (TOP) an der GSR und soll die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zur Berufswahlreife wesentlich unterstützen. Entsprechend dem Bildungsplan Baden-Württembergs fördern wir in projektorientierten Arbeitsformen die für die Berufsorientierung notwendigen fachlichen, sozialen, personalen und methodischen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Die Projektphasen sind in den Fächerverbund EWG und das Fach Deutsch über das 8. und 9. Schuljahr hinweg integriert.
Im zweiten Halbjahr der Klasse 8 beginnen die Schülerinnen und Schüler einen Zeitplan für die Berufsorientierung zu erstellen, sie verschaffen sich selbstständig über ihre eigenen und beruflichen Interessen und Fähigkeiten Klarheit. Dazu gehört auch die Teilnahme aller Schülerinnen und Schüler am „girl´s and boy´s day“. Sie dient einem ersten Schnuppern in der Arbeitswelt. Unterstützt werden wir in der ersten Praktikumsphase insbesondere durch eine Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit, die eine Schulbesprechung mit jeder Klasse durchführt und außerdem den Schülerinnen und Schülern als persönliche Ansprechpartnerin einmal monatlich zur Verfügung steht. Zudem findet ein Besuch im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit statt. Dabei werden die Schülerinnen und Schülern zunächst allgemein über betriebliche und schulische Ausbildungswege informiert. Außerdem werden die Schülerinnen und Schüler mit den schriftlichen und elektronischen Medien der Arbeitsverwaltung vertraut gemacht. Nach dieser allgemeinen Einführung erkunden die Schülerinnen und Schüler die Kategorien eines selbst gewählten Berufsbildes näher, nutzen dazu die Medien der Agentur für Arbeit und sammeln Material für die Präsentation ihrer Ergebnisse. Die Schülerinnen und Schüler legen zum TOP eine Projektmappe an, in der alles relevante Material gesammelt wird. Die Projektmappe wird über das Schuljahresende hinaus in Klasse 9 weitergeführt.
Bis Ende Oktober sind die Schülerinnen und Schüler dazu angehalten, sich selbstständig um einen Praktikumsplatz zu bemühen und in diesem Zusammenhang Kontakt zu Betrieben aufzunehmen. Da die GSR bereits seit Jahren gute Kontakte zu regionalen Betrieben pflegt und mehrere Kooperationsvereinbarungen im Zusammenhang mit der Initiative „Wirtschaft macht Schule“ unterzeichnet hat, können wir denjenigen Schülerinnen und Schülern, die nicht selbstständig fündig werden, einen Praktikumsplatz vermitteln.
Das erste Schulhalbjahr in Klasse 9 dient außerdem einem intensiven Bewerbungstraining. Bei der Realisierung dieses Vorhabens steht uns unser Kooperationspartner, die Sparkasse Karlsruhe, zur Verfügung. Hierbei wird jede Klasse einen Tag lang im Schulungszentrum in Karlsruhe betreut. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei, Bewerbungsunterlagen den Anforderungen entsprechend zu entwerfen und zusammenzustellen. Sie bereiten fiktive Vorstellungsgespräche vor, führen Rollenspiele durch, die auch aufgezeichnet werden, und reflektieren anschließend anhand von Eigen- und Fremdbeobachtung ihr gezeigtes Bewerberverhalten. Zeitgleich wird im Deutschunterricht an der Erstellung der persönlichen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Anschreiben) gearbeitet.
Im Fach EWG wird intensiv auf die Berufs- und Arbeitsplatzerkundung vorbereitet. Wichtige Inhalte sind dabei die Besprechungen zum Ausfüllen des Berichtsheftes, zu den Verhaltensregeln und Unfallverhütungsvorschriften.
Im Vorfeld des Betriebspraktikums findet ein Informationsabend für die Eltern statt. Sie erhalten hier einen Überblick über betriebliche und schulische Ausbildungswege, der ihnen von unseren Kooperationspartnern (Firma Edelstahl Rosswag, ICT Fraunhofer, Carl-Engler-Schule Karlsruhe und Agentur für Arbeit) vermittelt wird. Außerdem stehen die Kooperationspartner in einer Diskussionsrunde für Fragen zur Verfügung
Das Betriebspraktikum findet stets in der letzten Novemberwoche statt. Der überwiegende Teil der Schülerinnen und Schüler absolviert sein Betriebspraktikum in der Heimatregion. Die Spannbreite der ausgewählten Betriebe und Institutionen ist dabei sehr groß. Angefangen bei Banken und Versicherungen, über Kindergärten und Ämter bis hin zu kleinen und mittelständischen Unternehmen bzw. großen Firmen ist alles vertreten. Da uns der Kontakt zwischen Schule und Arbeitswelt wichtig ist, wird jede Schülerin und jeder Schüler einmal in dieser Praktikumswoche von seinem betreuenden Lehrer besucht. Im Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern sowie den Betreuern vor Ort verschaffen wir uns einen Eindruck über den Praktikumsalltag.
Während des Praktikums führen die Schülerinnen und Schüler ein Berichtsheft, in dem sie die Woche ausführlich dokumentieren. Sie geben anhand von Beobachtungs- und Erkundungsaufgaben ihre eigenen Erfahrungen, Eindrücke und Beobachtungen wieder. Sie sind dazu angehalten, möglichst viel Informationsmaterial über ihren Betrieb zu sammeln, um die für die abschließende Projektphase vorgesehene Präsentation mit der geforderten Sorgfalt vorbereiten zu können.
Der März ist der letzten Projektphase vorbehalten. Hier geht es im Wesentlichen darum, dass die Schülerinnen und Schüler anhand ihrer erworbenen Erfahrungen und Kompetenzen ihren Projektablauf sowie ihre beruflichen Ziele und Vorstellungen reflektieren. Sie geben ihre Projektmappen ab und veröffentlichen in Einzel- und Gruppenpräsentationen ihre Projektergebnisse.

Unser Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler bestmöglich bei ihrem Prozess der Berufswahlfindung und Bewerbung zu unterstützen. Dazu kooperieren wir mit den Eltern, der Agentur für Arbeit sowie verschiedenen Institutionen, Betrieben und den auf den Realschulen aufbauenden Schulen.

BORS Formular (blanko)
Download siehe „Formulare“